Resumen: Aufgrund von wachsendem Siedlungsdruck und damit einhergehender Flächenknappheit sind konkurrierende Landnutzungsinteressen in urbanen Gebieten besonders häufig. Im Rahmen solcher Nutzungskonflikte muss eine betrachtung von Geo-Ressourcen (Grundwasser, Sand und Kies, Böden) und Geo-Risiken (z.B. Erdfälle infolge von Subrosion, Schwermetalle in Gesteinen und Böden) eine Sonderrolle spielen, handelt es sich doch bei ihnen um standortgebundene Geo-Potenziale. Schon allein im Sinne einer nachhaltigen Betrachtung verdienen sie deshalb besondere Aufmerksamkeit. Erst wenn die geologischen Verhältnisse verständlich und transparent dargestellt sind, kann die Geologie die ihr gebührende Rolle bei Entscheidungsprozessen um Landnutzungen einnehmen. In diesem Beitrag wird dazu ein mehrstufiger Arbeitsablauf vorgestellt. Er geht von der Generierung eines dreidimensionalen geologischen Modells aus, das die Grundlage für die Ableitung thematischer geowissenschaftlicher Karten liefert. Diese Karten sind GIS-basierten Bewertungsansätzen zugänglich. Innerhalb
des GIS können nun auch andere, nicht-geologische Informationen, die z.B. ökologische, ökonomische, sozialen o.a. Gesichtspunkten berücksichtigen, zugeführt und mit den geologischen Parametern einer planungsrelevanten Bewertung unterzogen werden. Diese Bewertung erfolgt im Rahmen eines GIS-integrierten Systems zur Unterstützung von Entscheidungen unter Einbeziehung multi-kriterieller Verfahren. Idioma: Alemán Año: 2006 Publicado en: Wissenschaftlichen Mitteilungen des Institutes für Geologie der TU Bergakademie Freiberg 31 (2006), 273-276 ISSN: 1433-1284 Tipo y forma: Artículo (PostPrint)